Eine App, die vom Handy wegführt

Bastelhelden gibt Kindern jede Woche einen Auftrag: etwas bauen, etwas malen, etwas werkeln. Die Aufgabe kommt nicht von der App, sondern von den Eltern. Und wenn das Werk fertig ist, wird es fotografiert und an jemanden geschickt, der sich darüber freut.

Das Handy ist dabei nur Werkzeug. Es bringt den Auftrag, es macht das Foto, es verwahrt die Werke. Gearbeitet wird am Tisch.


Wo kleine Hände Großes erschaffen


Kennst du das Strahlen in den Augen deines Kindes, wenn es stolz etwas Selbstgemachtes vorzeigt? Ein Boot, das wirklich schwimmt. Eine Kastanienfigur. Ein Bild, auf das es eine Stunde lang nicht vom Tisch wollte.

Genau darum geht es hier. Bastelhelden gibt den Anlass – den Rest macht ihr selbst.

So läuft eine Woche

Was Bastelhelden nicht macht

Für wen ist das gedacht

Für Kinder etwa zwischen sechs und elf Jahren. Die Kleinen malen und kleben, die Größeren sägen und bohren – die Aufträge stellen ja die Eltern, und die wissen, was ihr Kind schon kann.

Und für Erwachsene, die das Gefühl haben, dass ihr Kind zu viel vor dem Bildschirm sitzt, denen aber Verbote allein zu wenig sind.

Warum es diese App gibt

Als Kind hat mir mein Vater gezeigt, wie man einen Ständerbohrer bedient. In den Keller durfte ich nur mit ihm. Aber ich wusste, wo das Holz liegt und wo die Bohrer sind – und irgendwann kam mir die Idee, meiner Oma ein Steckspiel aus Holz zu bauen.

Niemand hatte mir diese Aufgabe gestellt. Sie ist entstanden, weil ich etwas konnte, weil Material da war und weil es jemanden gab, dem ich etwas schenken wollte.

Genau diese vier Zutaten will Bastelhelden in Familien wahrscheinlicher machen. Die App kann die Stunde im Keller nicht ersetzen. Sie kann nur dafür sorgen, dass sie stattfindet.